P.I.N.K. - Prostitution - Integration - Neustart - Know-How - ist eine Beratungsstelle für Menschen, die in der Sexarbeit tätig sind oder waren. Am Standort Freiburg bieten wir seit 2009 Informationen, Beratung und Unterstützung für Sexarbeitende. Seit 2021 gibt es eine Außenstelle von P.I.N.K. in Villingen-Schwenningen.
 
Du hast Fragen zum Thema Sexarbeit? Wir helfen dir…
 
  • wenn du Schwierigkeiten bei der Arbeit hast
  • bei persönlichen Problemen
  • wenn du finanzielle Sorgen hast
  • beim Kontakt mit Ämtern oder der Polizei
  • wenn du einen anderen Job möchtest
  • bei Krankheit oder Schwangerschaft
  • wenn du gerne Deutsch lernen möchtest
  • oder wenn du nur einfach jemanden brauchst, der dir zuhört.
Wir beraten zu rechtlichen, sozialen, gesundheitlichen und finanziellen Fragen. Wir unterstützen dich bei Problemen und in Krisen, wie z.B. bei Schulden oder Gewalterfahrungen. Auch wenn du dich beruflich neu orientieren möchtest, begleiten wir dich auf dem Weg.
 
Bei uns können Sexarbeitende offen über ihre Anliegen sprechen. Wir bieten einen geschützten Rahmen und hören zu. Wir beraten akzeptierend, anonym, vertraulich und kostenfrei. Auf Wunsch organisieren wir eine Dolmetscherin.
 
Wir respektieren Vielfalt und unterschiedliche Lebensrealitäten und stehen fest hinter dem Grundsatz: Selbstbestimmung und Würde für alle.
 
Unser Ziel ist die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen von Sexarbeitenden. Wir kämpfen gegen gesellschaftliche Ausgrenzung, Diskriminierung und Stigmatisierung. Wir erkennen Sexarbeit als soziale Realität an und respektieren die Selbstbestimmung der Personen, die in diesem Feld tätig sind.
 
Unser Team setzt sich aus engagierten und erfahrenen Fachkräften zusammen, die sich für die Anliegen von Sexarbeitenden einsetzen. Unser Ziel ist es, Dich auf Deinem Weg zu unterstützen – mit Respekt, Offenheit und ohne Vorurteile. Gemeinsam möchten wir einen Raum schaffen, in dem Du Dich sicher, wertgeschätzt und unterstützt fühlst.
 

Unser Angebot:

  • Fachberatung
  • Aufsuchende Arbeit vor Ort und im Internet 
  • Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit
  • Netzwerkarbeit und kollegiale Beratung
  • Projekt zur beruflichen Neuorientierung (V.I.A.) (Link zu VIA)
  • Fortbildungen für Fachkräfte, Ämter und Behörden (PIJA) (Link zu PIJA)
  • Informationsplattform für Sexarbeitende in Baden-Württemberg: bleibsafe.info (Link zu bleibsafe-Unterseite)
  • Sprachkurse

Aufsuchende Arbeit in den Prostitutionsstätten und digital im Internet

Wir besuchen regelmäßig die Bordelle, Clubs und Terminwohnungen, um niedrigschwellige Beratung und Unterstützung anzubieten. Durch unsere Präsenz vor Ort möchten wir den Zugang zu Hilfeleistungen erleichtern und vertrauensvolle Beziehungen aufbauen.
Bei der digitalen aufsuchenden Arbeit im Internet schreiben wir Sexarbeitende an, die auf entsprechenden Online-Plattformen inserieren und informieren über unser Angebot.
 

Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit / Netzwerkarbeit und kollegiale Beratung

Durch Vorträge, Workshops und Aufklärungsarbeit möchten wir einen realistischen und differenzierten Blick auf das Thema Sexarbeit vermitteln. Den Interessen und Bedarfen unserer Klient*innen geben wir durch politische Lobbyarbeit eine Stimme. Entscheidend hierfür ist eine gute Vernetzung mit anderen Akteur*innen und Institutionen auf kommunaler, regionaler, bundesweiter und internationaler Ebene.
Wir bieten zudem kollegiale Beratung und Workshops für andere Fachdienste zu den Themen Sexarbeit und angrenzenden Bereichen.

Unsere Haltung

Die Themen Prostitution und Sexkauf sind komplex und müssen sehr differenziert betrachtet werden. Die Beweggründe für die Ausübung der Prostitution sind ebenso vielfältig wie die Orte an denen Sexarbeit stattfindet. Hier bedarf es eines sensiblen differenzierten Blicks, vereinfachte schwarz-weiß Kategorien und Verallgemeinerungen sind keineswegs hilfreich. Wir erkennen Sexarbeit als soziale Realität an und respektieren die Selbstbestimmung der Personen, die in diesem Feld tätig sind. Wir sprechen uns gegen die Einführung eines Sexkaufverbotes in Deutschland aus, da ein Verbot unserer Meinung nach nicht dazu beiträgt, die Situation der Sexarbeitenden zu verbessern.
Wir setzen uns für Gleichberechtigung, Vielfalt und ein respektvolles Miteinander ein und positionieren uns klar gegen jede Form von Diskriminierung und Ausgrenzung – insbesondere gegen Rassismus, Sexismus und Queerfeindlichkeit.